Geothermie: Übersicht

Einleitung – was ist Geothermie?

Als Geothermie bezeichnet man die Nutzung des Wärmeinhaltes im Erdinneren, die sogenannte Erdwärme. Diese Wärme wird ständig durch den Zerfall von natürlich radioaktiven Isotopen im Gestein der Erdkruste sowie dem Wärmeaustausch im tieferen Erdinneren produziert. Folglich bietet die Erdwärme eine fast unerschöpfliche Energiequelle, die einheimisch, umweltfreundlich und allzeit verfügbar ist. Unter den erneuerbaren Energiequellen ist Geothermie eine von Klima, Sonne, Wind unabhängige Ressource. Die geothermale Energie kann grundsätzlich für zwei Anwendungen genutzt werden: Stromgenerierung und direkte Wärmenutzung. In unterschiedlichen Temperatur- und Tiefenbereichen gibt es eine Vielzahl von Systemen, mit der die geothermale Energie genutzt werden kann:

Arten von Erdwärmenutzung

Oberflächennahe Geothermie

Die Oberflächengeothermie nutzt den Themperaturunterschied zwischen Luft und den oberflächennahen Schichten des Untergrundes und dient vorwiegend der direkten Nutzung der Erdwärme. Meist werden dafür Wärmepumpen eingesetzt, um Gebäude heizen zu können (Wärmepumpenheizung). Im Sommer können heute Wärmepumpenheizungen umgeschaltet werden und das System umgekehrt zum Kühlen verwendet werden. Folgende Systeme werden für den Wärmetausch verwendet:

Tiefengeothermie

Es werden im Allgemeinen drei Arten der Wärmenutzung ab einer Tiefe von ungefähr 400 Meter unterschieden. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Tiefenbohrungen bis 5'000 Meter. Eine sekundäre Nutzung von vorhandenen Bergbau- und Tunnelanlagen ist ebenfalls möglich. Die Energie kann dabei zur direkten Nutzung im Wärmemarkt oder auch indirekt zur Stromerzeugung verwendet werden.

Vorteile der Geothermie

  • Liefert Bandenergie und ist dementsprechend ständig verfügbar

  • Unabhängig von Wind, Wetter, Jahreszeit

  • Emissionsfreie Energiequelle, vermeidet CO2 Emission

  • Nachhaltige, erneuerbare Energiequelle

  • Langfristige Energieperspektiven

  • Wirtschaftliche Energiegewinnung

  • kleiner Platzbedarf an der Oberfläche (unauffällig)

  • Produktion am Ort des Bedarfs (kurzer Transportweg, einheimisch)

  • Einsatz für Heiz- und Kühlsysteme

Die Geothermie hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen und ist zu einem Hoffnungsträger für die zukünftige Energieversorgung geworden. Die SKH SCHNEIDER KELLERHALS + HAEFELI AG berät sie gerne bei kleineren Projekten wie EWS von Einfamilienhäusern als auch bei grossflächigen Tiefengeothermieprojekten.